Für mich zielt Supervision primär darauf ab mit SupervisandInnen Beziehung(-en) im Arbeitsalltag zu betrachten, Spannungslinien sichtbar zu machen, Perspektiven zu weiten, neu zu eröffnen und letztlich in den Fokus zu nehmen. Bedeutsames wird vom Nebensächlichem getrennt.

 

Supervision ist nicht defizitorientiert, sondern folgt in meinem Konzept dem Grundsatz der Salotugenese (lateinisch salus ‚Gesundheit‘, ‚Wohlbefinden‘ und genese 'Entstehung', also etwa „Gesundheitsentstehung“). Jedoch geht es im Kontext Supervision weniger um Gesundheit, sondern um (gesunde)-tragfähige Arbeitsbeziehungen, Menschen in Beziehung zueinander.

 

Daraus resultierend ist es mir wichtig in der Zusammenarbeit, sei es im Einzel-, Gruppen-, Team- oder Führungskräftesetting, Ressourcen aufzudecken und zu benennen. Herausforderungen, neue Projekte wie auch Über- und Unterforderungen im Arbeitsalltag brauchen Ressourcen, um-gestaltet und gelöst zu werden. Lösungs- und Ressourcenorientierung geht einher mit der Haltung ‚des Guten Grundes‘.

 

Berufliche Veränderung benötigt Sicherheit und Klarheit im Prozess. In der Zusammenarbeit mit der/dem SupervisandIn werden Schutzfaktoren erarbeitet, Stützpfeiler für den weiteren Weg gesetzt, aber auch fordernde Schritte besprochen und in Begleitung gegangen.

Des Weiteren möchte ich Räume im Prozess öffnen, in denen wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe Themen erarbeitet werden, die klarer Entscheidungen bedürfen und eine gelingende Konfrontation mit inneren Spannungen, Widerständen und Schattenseiten ermöglichen.

 

Mein Arbeitsprozess orientiert sich an einer konstruktivistisch-systemischen Sichtweise sowie an Ansätzen der Gestalttherapie. Wegweisend für meine persönliche, fachliche Entwicklung sind exemplarisch Denkansätze von Niklas Luhmann, Paul Watzlawick, Michel Foucault, Hermes Trismegistos Fritz Perls und Kurt F. Richter.

 

Mir geht es nicht um einen ‚reinen, akademischen‘ Ansatz, sondern um eine Sicht auf die Systeme und Konstruktionen in denen wir uns täglich bewegen. Die Lust am systemischen Denken und dieses in passende Bilder und bildliche Gefäße ‚umzugießen‘. Das verdeutlicht sich zum Beispiel an Systemen wie dem Aquarium, Fahrrad, der (Theater)-Bühne oder einem Schiff, die in meiner Arbeit häufig auftauchen und ihren Platz haben.

 

Jede/r SupervisandIn bringt seine eigene berufliche und private Biographie, seine Lebenslandkarte mit in den Prozess, die bedeutsam für einen gelingenden Supervisionsprozess ist. Je nach Zielsetzung betrachten wir den individuellen Bewältigungs-haushalt wie auch den des Systems bzw. der Organisation.

 

Schlussendlich ist ein Perspektivwechsel zum homo ludens (der spielende Mensch), der spielend seine ‚Lebens‘-Welt entdeckt, ein weiterer Punkt in der Arbeit mit SupervisandInnen. Manchmal sind, oder scheinen die Herausforderungen und Probleme so schwer, die Arbeit so hart, dass die Leichtigkeit verloren geht. 

 

Eine spielerische Annäherung über Gestaltelemente wie Malen, Ton, Spielfiguren (wie steht’s mit Lego oder Playmobil?) und Karten-(spiele) können ebendiese Polaritäten schwer und leicht / hart und weich auf spielerische und erstaunliche Weise zusammenbringen.

 

Ebenso ist ein Wechsel 'an die frische Luft' eine gute Möglichkeit gemeinsam Wege zu gehen und eine Coachingsequenz im Gehen zu gestalten. In vielen Meetings sitzen wir genug, aufstehen - in Bewegung kommen, um Prozesse durch zu gehen. Es bedarf eines ersten Schrittes, diesen gilt es zu gehen. Let's walk and talk... . 

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Supervision

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